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verpuppt

Wie ein Schmetterling nach der anstrengenden Befreiung aus seinem Kokon soll sich der Besucher nach dem Aufenthalt fühlen. In dem Raum-im-Raum, welcher sich in einem Kirchenraum befindet, kann der Besucher sich besinnen und nachdenken. Hat er sich erholt und neue Kraft gesammelt, wird er frei wie ein schöner Schmetterling in den Alltag zurückkehren.

Angesprochen sind grundsätzlich alle Menschen, die Ruhe für sich und einen Ort zur Entspannung suchen. Die Kokons bieten außerdem ein Erlebnis, welches der Langeweile vieler Besucher entgegenwirken soll.

Kommt der Besucher an, kann er sich eines der gefärbten, dünnen Hanfseile nehmen, die am Eingang in einer Sammelbox zu finden sind. Dieses kann er an den Kokon, in dem er seine Zeit verbringen will, zu den Bestehenden einflechten. Er hinterlässt einen Teil von sich, erinnert sich vor dem nächsten Besuch daran und kann „seinen“ Faden immer an der selbenStelle wiederfinden. Nachdem er in den Kokon hineingeklettert ist, kann er sich mit Hilfe einer Kurbel in seinem Raum-in-Raum nach oben begeben. Hier bediene ich mich dem System des Flaschenzuges. Außerdem stelle ich einen Bezug zur Kirche her: Das Aufsteigen in den Himmel!

Nach der unbestimmten und individuellen Zeit für die Sammlung neuer Kräfte kurbelt sich der Besucher wieder hinunter und steigt aus dem Kokon aus. Er betrachtet nochmal „seinen“ eingeflochtenen Faden und kehrt frohen Mutes in den Alltag zurück.

Durch die Wickelkonstruktion aus Hanfseilen werden einzelne MDF-Rahmen miteinander verbunden und halten das Gerüst auf Abstand zusammen.
Vorlage A
 

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