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Future Station

Tanken im Jahre 2022

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Perspektive

Der zukünftige Lifestyle der Menschen wird sich auch auf die Architektur der Tankstelle der Zukunft auswirken. Während wir heute noch nach dem Motto „Zeit ist Geld“ und „höher, schneller, weiter“ leben, wird der Mensch der Zukunft seine Zeit anders nutzen und sich dieser mehr bewusst sein.
Der Leistungsgedanke der heutigen Gesellschaft wird auch in Zukunft bestehen bleiben, allerdings werden heutige Probleme wie beispielsweise das „Burn-Out“-Syndrom ausbleiben, da die Menschen die Zeit, die sie haben, effizienter umsetzen und nutzen.
Ein Beispiel dieses effizienteren Lebens wird in diesem einwöchigen Stegreif vorgestellt. Nach dem Motto „Health to go“ soll auf das gestiegene Gesundheitsbedürfnis und Umweltbewusstsein an einer Tankstelle eingegangen werden.
Für den Menschen ist Sitzen Stress. Es strengt an, weil der Mensch und sein Skelett eigentlich nicht fürs Sitzen geschaffen sind. Trotzdem sitzen wir heute und die Menschen der Zukunft zu viel – am Schreibtisch, vor dem Fernseher und im Auto. Das hat Folgen: Rückenschmerzen sind längst eine Volkskrankheit, unter der nach Schätzungen rund elf Millionen Menschen ständig oder zeitweise leiden. Das Auto gilt als einer der Hauptverursacher.
Der Mensch muss sich also mehr Bewegen. Das Bewusstsein der Menschen heutzutage z.B. im Hinblick auf Gesundheit und Nachhaltigkeit besteht zwar schon, doch noch wird es zu wenig umgesetzt. An dieser Stelle knüpft die Tankstelle der Zukunft an. Angesetzt werden soll hier in den 80er Jahren, als in Deutschland ein regelrechter Fitness-Boom ausgelöst und kommerzialisiert wurde. Ein Kennzeichen dieses Booms war die rasant steigende Zahl sogenannter „Fitnessstudios“, in denen die Fitnesswilligen gegen Bezahlung trainieren können.
Wenn man darüber nachdenkt, stellt man schnell fest, dass es eigentlich ein wenig lächerlich ist. Die Menschen haben keine Zeit mehr, einige Meter zu Fuß zu gehen und das Auto stehen zu lassen, auf die Rolltreppe zu verzichten und anstelle dessen die Treppen zu nehmen aber gehen ins Fitnessstudio. Unterm Strich wird also alles dafür getan, nichts tun zu müssen und, weil es dann geschafft wurde, wird dann wieder alles dafür getan, mit Hilfe von Fitnessstudios etwas für den vernachlässigten Körper zu tun. Ergebnis wären sonst verstärkte Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt und Fettleibigkeit – also Krankheiten, die entstanden sind, weil die Bewegung fehlt.
Hierin besteht vielleicht auch der Grund der Erfindung von Fitnessstudios. Was im Laufe der Jahrhunderte verloren ging, nämlich der Zwang sich zu bewegen, versucht die Menschheit seit den 80er Jahren in Fitnessstudios wieder wett zu machen.
Die vielen, immer weiter steigende Anzahl an Fitnessstudios zeigt, dass auch in Zukunft ein großes Interesse besteht. Ein steigendes Bewusstsein für Gesundheit und Fitness, aber auch die multimediale Allgegenwart idealer Körper sorgen für die Motivation an den Geräten. Experten sprechen bereits von einem Bewusstseinswandel: Bewegung und Muskeltraining können nicht nur Krankheiten vorbeugen, es macht auch glücklicher, wie zahlreiche Studien zeigen.
Es fühlt sich gut an, etwas zu leisten, etwas für sich und seinen Körper zu tun und vom stressigen Alltag abzuschalten. In Zukunft soll die Energie, die durch die sportliche Betätigung entsteht, allerdings genutzt werden. Der Mensch geht in Zukunft nicht nur zum Sport, um etwas für seinen Körper zu tun, er kann so zukünftig auch einen erheblichen Beitrag für die Umwelt leisten.
Die Aral soll am Standort Köln nun eine Vorreiterrolle übernehmen. Als geeigneter Standort für dieses Pilotprojekt eignet sich Köln, als Sportstadt Deutschlands, besonders.
Aral und wird mit Hilfe der Köln in Zukunft mehr bewegen – ohne auf den Luxus des Autofahrens zu verzichten. Die Energie die durch die Bewegung freigesetzt wird, soll zum Zwecke der Fortbewegung mit dem Auto genutzt werden können.
Die Tankstelle der Zukunft setzt ausschließlich auf Elektroautos und alternative Energien.
Der Strom, der während des Sportes erzeugt wird, wird in elektrische Energie umgesetzt. Auch heute gibt es schon ähnliche Gedanke, wie etwa in der Diskothek „Club Watt“ in Rotterdamm.
Hier wird durch das Tanzen Energie erzeugt, die schon heutzutage ausreicht, um die Diskothek zu beleuchten: Die Tanzfläche federt unter den Schritten.
Ähnlich wie im Club Watt soll die Tankstelle der Zukunft mit Bewegungsplatten ausgestattet werden, dessen Energie durch Bewegung genutzt werden kann. Außerdem werden die Fitnessgeräte, an denen der Strom erzeugt werden soll, wie beispielsweise das Laufband, durch Kabel miteinander verbunden und kommen zusammen an einem Schaltkasten an. Der Strom soll dann in einer Speicherbatterie gespeichert werden. Dieser wird dann dorthin weitergeleitet, wo er benötigt wird. Also an den Stationen für die Elektroautos oder um die Tankstelle mit Licht zu versorgen.
Die Ladestation für Elektroautos ist so aufgebaut, dass das Auto in rund 45 Minuten wieder vollgetankt ist – genug Zeit also, eine Runde auf dem Laufband zu joggen.
Neben der Pulsmessanzeige, der Anzeige des Kalorienverbrauchs und der zurückgelegten Distanz wird in Zukunft ein weiterer Punkt der Motivation zu Bewegung an den Displays der Geräte aufgeführt werden: Es erscheint ein Tank, wie man ihn sonst nur aus den Anzeigen von Autodisplays kennt.
Neben den Elektroladestationen wird es trotzdem auch noch die Möglichkeit geben, Sprit tanken zu können. Dieser wird umweltfreundlich und ressourcensparend sein.
Eine Tanksäule soll außerdem auch den Fahrern dienen, die Erdgas tanken. Um das Ganze auch möglichst umweltschonend zu halten, wird dann das Gas so erzeugt, dass es z.B. durch überflüssigen Grünstrom genutzt wird. Hier gibt es heute zb schon eine Lösung des Unternehmens Solar Fuel, welches mithilfe von Sonnenenergie Methan erzeugt.
Außerdem werden Solarpaneele an dem Gebäude angebracht, um so die Stromerzeugung zu unterstützen. Durch die Nähe zum Rhein soll außerdem eine Wasserturbine für weiteren grünen Strom sorgen.
Das Regenwasser des gesamten Geländes wird in Zukunft aufgefangen, umgewandelt und verwertet: Dieses Wasser soll sowohl dafür genutzt werden, das Auto damit zu waschen also auch die Toilettenspülung und sogar für das Wasser der Duschen im Fitnessstudio zu nutzen.
Im Laufe der Jahre soll das System mit den Bewegungsplatten so effizient funktionieren, dass die Menschen, die Ihren Strom für Ihr Auto weitesgehend selber erzeugen, sowohl an der Mitgliedschaft eines Fitnessstudios als auch an Kosten zur Fortbewegung ihres Autos sparen können.
Die Tankstelle bekommt den Namen „MotivationStation“ und den Slogan: „Use your Energy – Energie tanken“.e

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Displayanzeige an den Fitnessgeräten

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Schematischer Grundriss Tankstellenbereich

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Schematischer Grundriss Tankstellenbereich

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