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Finaler Entwurf zur Ausführung: Corporate Foyer

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Sitzbereich

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB) lobten Ende 2013 einen studentischen Wettbewerb aus. Das Foyer der Hauptzentrale in Köln-Mehrheim sollte durch eine Umgestaltung die Repräsentanz des Unternehmens und der Aufenthaltsqualität im Gebäude erhöhen. Der architektonische Anspruch des Unternehmens soll sich so zukünftig nicht nur in der Architektur des benachbarten Verwaltungsgebäudes (Schilling Architekten, 2006) sowie in den Pumpwerken prominenter Architekturbüros (z.B. Pumpwerk Schönhauser Straße, Kaspar Kraemer Architekten BDA, 2004 oder Pumpwerk Kuhlenweg, Piroeth Architekten, 2013) entlang des Kölner Rheinufers widerspiegeln.

Das Ziel des Wettbewerbes war es, eine innovative und zukunftsorientierte Neugestaltung des ca. 600 qm großen Foyers zu entwickeln. Diese sollte Kernwerte, Aufgaben und Ziele der StEB zum Ausdruck bringen und somit Identität und Wiedererkennungswert für Mitarbeiter und Besucher verkörpern.

Der Siegerentwurf von Lea Schröder, Architekturstudentin des Masterschwerpunktes Corporate Architecture der AKöln, überzeugte. Die Jury war der Meinung, dass „die Gesamtheit der Arbeit den Gedanken der StEB an Ökologie und Umwelt und die Zukunftsideen der StEB hervorragend widerspiegelt“.
Bilder und Texte zum Wettbewerbsentwurf finden sie hier.

EingangssituationDer finale Entwurf überzeugte durch die im Wettbewerbsentwurf dargestellte raumgreifende Lichtinstallation, welche das Tageslicht der Glasdecke nutzt, um die vier Etagen des Foyers optisch und thematisch miteinander zu verbinden. Ergebnis dieser Installation ist eine wasserähnliche Reflexion an Wänden und Boden des Foyers. Sie besteht aus zwei Lichtstrahlen mit ca. 50 vertikalen Drähten, die in dem Foyer zwischen dem 2. und 3. Obergeschoss gespannt werden. An diesen hängen glänzende Scheiben. Die Idee der Installation ist eine wasserähnliche Reflektion am Boden – die Lichtillusion schafft so unterschiedliche Formen und damit Stimmungen.

Der Ausstellungsbereich, der an vertikal aufgestellte Wasserrohre erinnert, stellt die fünf Kerngebiete der StEB vor. Die Materialität der Säulen (Sichtbeton) orientiert sich am neuen, homogenen Bodenbelag (Expoxidharz). Die graphische Säulengestaltung verweist durch Beschriftung, Farbe und verschiedenen Motiv-Drucken auf die fünf Themengebiete. Über in die Säulen integrierte Flatscreens können sich Besucher und Mitarbeiter über aktuelle Geschehnisse der jeweiligen Themengebiete informieren. Abgerundet werden die Säulen mit „Deckeln“ (Acrylglas), die beleuchtet werden können und so vor allem von den oberen Geschossen aus wirken.

Grundriss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die großen Bäume im Foyer werden durch eine 9×5 Meter große „lebendige Pflanzenwand“ ersetzt. Diese vertikale Begrünung begünstigt neben dem Raumklima auch die Akustik des Foyers.
Um das Kerngeschäft der StEB, das Element Wasser, zusätzlich erlebbar zu machen, wird die Pflanzenwand durch einen Wasserfall ergänzt.Vor die Begrünung wird ein Wasserbecken in den Boden eingelassen. Das Wasser trägt zusätzlich zum Grün dem Wohlbefinden bei und unterstützt so die Mitarbeitergesundheit.

Auf den „Inseln“, zwei Holzpodeste, entstehen zwei unterschiedliche Sitzbereiche. Der erste, öffentliche Bereich dient vor allem Besuchern und Bewerbern. Die Möblierung öffnet sich hin zum Eingangsbereich. Der zweite, privatere und halböffentliche Bereich befindet sich dahinter. Eingesetzt werden moderne Office-Polstermöbel mit hohen Lehnen. Hier können sich die StEB-Mitarbeiter für Pausen oder Teambesprechungen zurückziehen.

Der Eingangsbereich, der im Vorentwurf noch nicht bearbeitet wurde, erhält ebenfalls eine entsprechende Identität. Durch eine interaktive Bodenprojektion kommt der Besucher bei Betreten des Gebäudes mit dem Element Wasser in Berührung. Anstelle des erlebbaren Wassers im Sitzbereich werden hier neue Medien eingesetzt. Die interaktive Fläche, bestehend aus StEB-Logo und „bewegter Wasseroberfläche“ reagiert auf Bewegung. Betritt der Besucher den Eingangsbereich, breitet sich um ihn herum eine „Welle“ aus, die ihn bis ins lichtdurchflutete Foyer begleitet. Die Videoprojektion ist in der Art der Zuspielung variabel: neben der Interaktion kann sie auch als Präsentation ablaufen.

Ausstellungsbereich

 

 

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